Analoges vs. Digitales FPV-System

Eine spannende Zeit zum Einsteigen und Entscheiden! Bei der FPV Technik gibt es aktuell einen Meilenstein zum Bildsignal in der Brille und ich beleuchte zwei Themen: Störsignale und Bildqualität.

Störsignale sind sehr unterschiedlich

Beim analogen Bild werden die einzelnen horizontalen „Streifen“ frequent erneuert. Sollte der Datenstrom durch die Antennen nicht vollwertig übermittelt werden, entstehen so weiße und schwarze Fehlstreifen. Bricht das Signal komplett ab, ergeben die schwarzen und weißen Linien das bekannte graue Störbild.

Signalformen

DJI hat das digitale System im Dezember 2019 veröffentlicht. Bei einer digitalen Übertragung wird jede Information eines einzelnen Pixel von der Kamera mit Farbe, Helligkeit und Kontrast berechnet übertragen. Eine schlechte Verbindung ergäbe einen kompletten Bildverlust in Form einer stehenden/stotternden/ruckelnden Anzeige. DJI löst dieses Problem ansatzweise, indem sie das Bild vertikal dreiteilen und die äußeren Bildabschnitte im Falle einer geringen Übertragung weniger mit Daten „füttern“.

Bildqualität – das Licht entscheidet

Die digitale Technik trumpft mit größerem Videobereich und 6-20 mal detaillierteren Aufnahmen. Was spricht dagegen? Analog hätte ich kein Problem mit abendlichen Flügen. Es kommt in der Dämmerung vor, dass ich ich beim Abnehmen der Brille überrascht bin, wie dunkel es bereits geworden ist. Jeder kennt die Grenzen seines Handys bei nächtlichen Aufnahmen und das ist grundsätzlich der Vielzahl an Pixeln geschuldet. Geringere Auflösungen oder ein hoher ISO-Wert zur Live-Bild Berechnung der Kontraste in lichtarmen Umgebungen helfen zwar, sind aber qualitativ keine Option.

digital ist da, bleibt und ersetzt

Das FPV fliegen begann um den Jahrtausendwechsel. 20 Jahre und eine riesige Hard- und Software Entwicklung, die von schrumpfenden Mobiltelefonen mit hochauflösenden Kameras dominiert wird, wirken sich sehr positiv auf die FPV Technik aus. Hier noch ein paar Fakten:

  • Die digitale Lufteinheiten von DJI und CONNEX wiegen 45g und das lohnt sich erst bei Copter ab 500g. Vergleichsgewicht einer analogen Einheit: 15g
  • Der Preis der DJI Komponenten (Brille+Lufteinheit) liegt aktuell bei 879€. Das CONNEX HD Vision Kit liegt mit Empfänger und Kamera bei 400€. Analoger Vergleichspreis kann 100-1000+€ sein. Der dazugehörige Markt ist komplexer aufgebaut und kann im werteren Bereich ähnliche Qualität liefern.
  • Die Latenz liegt bei digitalen Systemen um die 40ms. Analoge Vergleichslatenz: 10-20ms

Wo es auf jedes Gramm ankommt, sind die 30 mehr noch ein Problem. Alles andere wird bei einer preiswerteren Gestaltung und einer stetigen, steilen Entwicklung in den höheren Gewichtsklassen wegrationalisiert. Die Bilder sind unglaublich detailreich und die Latenz ist in einem angemessenen Bereich. Ich darf nicht vergessen zu erwähnen, dass das System in den Kinderschuhen steckt und der Wissensstand in Foren oder auf YouTube sich erst entwickeln wird. So schnell sich alles aktuell entwickelt und der Support der großen Anbieter bestehen bleibt, ist es definitiv bei 4″ oder 5″ Coptern einen Blick wert.

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